Juckreiz, Durchfall, Ohren-Entzündungen beim Hund?

So finden Sie die wahre Ursache der Futterallergie Ihres Hundes!

„Nichts ist frustrierender, als wenn man sein Bestes gibt – immer wieder neues Futter kauft – und der geliebte Vierbeiner sich trotzdem ständig kratzt, Durchfall hat oder unter wiederkehrenden Ohrenentzündungen leidet.

Wir kennen dieses Gefühl. Denn in den meisten Fällen liegt die wahre Ursache für dieses chronische Leid direkt im Napf. Futtermittelallergien und Unverträglichkeiten sind heute eine der häufigsten Diagnosen beim Hund. Doch das Gute ist: Mit dem richtigen Wissen haben Sie die volle Kontrolle über die Besserung.

Der Weg zum glücklichen, symptomfreien Hund führt über eine radikale und gezielte Ernährungsumstellung. Egal, ob es sich um die richtige Ausschlussdiät, das passende Monoprotein-Futter oder eine Allergiker Spezialnahrung handelt – die Wahl des Futters entscheidet über die Lebensqualität Ihrer Fellnase.

Hier erfahren Sie, wie Sie die Verwirrung im Futterdschungel beenden und Ihrem Hund endlich das Futter geben, das ihn gesund und glücklich macht.“

Fragen und Antworten zu Themen rund um den Vierbeiner

Häufig gestellte Fragen und Antworten zu Allergien und Unverträglichkeiten

Die Symptome sind oft nicht eindeutig und können sich langsam einschleichen. Achten Sie auf diese typischen Anzeichen, die über Wochen oder Monate anhalten:

  • Hautprobleme (häufigstes Anzeichen):
    • Intensiver Juckreiz (Pruritus), oft ohne erkennbare Ursache wie Flöhe.
    • Ständiges Lecken und Knabbern an den Pfoten, den Achseln oder im Leistenbereich.
    • Rötungen, Schuppenbildung und Haarausfall, besonders am Bauch und an den Innenseiten der Oberschenkel.
    • Wiederkehrende Ohrenentzündungen (oft beidseitig).
  • Magen-Darm-Probleme:
    • Chronischer oder wiederkehrender Durchfall.
    • Häufiges Erbrechen (nicht nur einmalig).
    • Starke Blähungen und laute Bauchgeräusche.
    • Vermehrtes Grasfressen.
  • Weitere Anzeichen:
    • Schlechtes Fell, stumpfer Glanz.
    • Lethargie (Teilnahmslosigkeit)
    • aggressives Verhalten

Wichtig: Diese Symptome können auch durch Umweltallergien (Pollen, Futtermilbenallergie, Hausstaubmilben) oder andere Erkrankungen verursacht werden. Wenn Sie diese Anzeichen bemerken, ist eine gezielte Ausschlussdiät der beste Weg, um die genaue Ursache im Futter zu finden.

  • Allergie: Hier ist das Immunsystem beteiligt. Der Körper stuft harmlose Eiweiße (Proteine) im Futter als Bedrohung ein und reagiert mit einer überschießenden Abwehrreaktion (z.B. starker Juckreiz, Entzündungen). Sie kann plötzlich auftreten.
  • Unverträglichkeit (Intoleranz): Hier ist das Immunsystem nicht direkt beteiligt. Der Körper kann bestimmte Inhaltsstoffe (oft Zusatzstoffe, manchmal auch Laktose) einfach nicht richtig verdauen oder verarbeiten. Die Symptome sind meist milder und betreffen den Magen-Darm-Trakt (z.B. Blähungen, leichter Durchfall).

Die Symptome sind oft vielfältig und können sich über lange Zeit entwickeln. Die häufigsten Anzeichen sind:

  • Haut: Ständiger, intensiver Juckreiz, Kratzen, Lecken der Pfoten, rote oder entzündete Hautstellen („Hot Spots“), wiederkehrende Ohrenentzündungen.
  • Verdauung: Chronischer oder wiederkehrender Durchfall, Erbrechen, Blähungen, Bauchschmerzen.

Entgegen der allgemeinen Annahme sind es meist tierische Proteine und nicht Getreide. Die häufigsten Allergene sind:

  • Rind
  • Milchprodukte
  • Huhn
  • Weizen

Die Ausschlussdiät gilt als der Goldstandard zur Diagnose von Futtermittelallergien. Dabei füttern Sie Ihrem Hund über einen Zeitraum von mindestens 6 bis 8 Wochen ausschließlich:

  1. Eine Proteinquelle, die er noch nie gefressen hat (z.B. Pferd, Känguru, Lamm, Rotwild…) 
  2. Eine Kohlenhydratquelle, die er noch nie gefressen hat (z.B. Süßkartoffel, Pastinake). Alle anderen Leckerlis, Kauartikel und Zusätze müssen in dieser Zeit strikt weggelassen werden.

Nein. Bluttests auf Futtermittelallergien sind in der Tiermedizin umstritten und führen oft zu ungenauen Ergebnissen (falsch-positiv oder falsch-negativ). Die Ausschlussdiät ist nach wie vor die zuverlässigste Methode, um das auslösende Allergen sicher zu identifizieren.

Sollten die Symptome nach 8 Wochen strenger Diät nicht deutlich besser werden, deutet dies darauf hin, dass:

  1. Die Allergie nicht futterbedingt ist (sondern z.B. eine Umweltallergie / Atopie oder Flohspeichelallergie vorliegt).
  2. Eine Begleiterkrankung vorliegt (z.B. IBD – chronische Darmentzündung). In diesem Fall ist eine tierärztliche Abklärung und möglicherweise weitere Diagnostik (z.B. Test auf Umweltallergene) dringend erforderlich.

Tipp: Allergietest für Hunde

Nach erfolgreicher Ausschlussdiät füttern Sie ein Futter, das ausschließlich die verträglichen Eiweiß- und Kohlenhydratquellen enthält. Dies sind oft:

  • Monoproteine: Futter mit nur einer, selten gefütterten Fleischsorte (z.B. hypoallergene Spezialfutter).
  • Hydrolysierte Proteine: Futter, bei dem die Eiweiße so weit aufgespalten sind, dass das Immunsystem sie nicht mehr als Allergen erkennt.

Trockenfutter für Hunde mit Allergien und Unverträglichkeiten

Nassfutter für Hunde mit Allergien und Unverträglichkeiten